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Thema 3 Min. Lesezeit

Was muss auf meine Handwerker-Website? Pflichtangaben und Impressum einfach erklärt

Impressum, Datenschutz, Preisangaben: Diese Angaben sind für Handwerker-Websites Pflicht. Einfach erklärt, ohne Juristendeutsch.

Handwerker arbeitet am Computer und überprüft Website-Inhalte auf rechtliche Vollständigkeit

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, auch wenn es manchmal so aussieht. Wer als Handwerker eine Website betreibt, muss bestimmte Angaben machen. Das ist keine Schikane, sondern Verbraucherschutz. Und ehrlich gesagt: Die meisten Pflichtangaben sind sowieso sinnvoll.

Diese Angaben müssen auf jede Handwerker-Website

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: dem Impressum. Das muss auf jede gewerbliche Website, keine Ausnahme. Name, Anschrift, Telefon, E-Mail. Bei Handwerksbetrieben kommt die Handwerkskammer dazu, plus die Registernummer wenn du eingetragen bist.

Was viele vergessen: Die Umsatzsteuer-ID gehört auch ins Impressum. Nicht nur auf die Rechnung, sondern auf die Website. Genauso wie deine Berufsbezeichnung und in welchem Land du sie erworben hast. Bei deutschen Handwerkern meist "Deutschland".

Der häufigste Fehler dabei? Das Impressum ist nur über drei Klicks erreichbar. Falsch. Es muss von jeder Seite aus mit maximal zwei Klicks erreichbar sein. Am besten steht "Impressum" ganz unten auf jeder Seite.

Datenschutz ist nicht optional

Seit der DSGVO führt kein Weg an einer Datenschutzerklärung vorbei. Auch nicht für kleine Handwerksbetriebe. Auch nicht, wenn du "nur" Kontaktformulare hast.

Jede Website sammelt Daten, mindestens die IP-Adresse. Google Analytics, Facebook-Pixel, Newsletter-Anmeldung: Alles muss in der Datenschutzerklärung stehen. Und zwar verständlich, nicht in Anwaltsdeutsch.

Mein Tipp: Lass die Datenschutzerklärung von einem Anwalt erstellen oder nutze einen seriösen Generator wie z.B. eRecht24. Die paar hundert Euro sind gut investiert, verglichen mit einer Abmahnung.

Preisangaben: Wann Brutto, wann Netto?

Hier wird es komplizierter. Richtest du dich hauptsächlich an Privatleute? Dann müssen alle Preise inklusive Mehrwertsteuer stehen, also Bruttopreise. Arbeitest du hauptsächlich mit Unternehmen? Dann kannst du Nettopreise angeben, musst aber klar dazu schreiben "zzgl. 19% MwSt.".

Viele Handwerker arbeiten mit beiden Zielgruppen. Dann ist die Frage: Was überwiegt? Ein Elektriker der zu 70% Privataufträge macht, sollte Bruttopreise zeigen. Ein Dachdecker der hauptsächlich für Bauträger arbeitet, kann Nettopreise verwenden.

Wichtig dabei: Wenn du Preise angibst, müssen sie aktuell sein. Eine veraltete Preisliste kann rechtliche Probleme bringen, weil Kunden sich darauf berufen können.

Diese Angaben machen dich seriöser

Über die Pflichtangaben hinaus gibt es Informationen, die nicht vorgeschrieben sind, aber Vertrauen schaffen. Deine Qualifikationen zum Beispiel: Meisterbrief, Zusatzausbildungen, Zertifizierungen.

Öffnungszeiten und Erreichbarkeit gehören auch dazu. Nichts ist frustrierender für Kunden als eine Website ohne Kontaktmöglichkeiten. Telefon, E-Mail und am besten noch die Zeiten, wann du erreichbar bist.

Viele unterschätzen auch die Bedeutung von Fotos. Ein Bild vom Betrieb, vom Team, von dir selbst macht dich greifbarer. Menschen kaufen von Menschen, nicht von anonymen Websites.

Cookie-Banner: Weniger ist mehr

Cookie-Banner nerven alle, auch dich selbst, oder? Das Problem: Viele sind rechtlich falsch gemacht. "Alle akzeptieren" und "Ablehnen" müssen gleich prominent sein. Der Ablehnungsbutton darf nicht versteckt oder weniger auffällig sein.

Mein Rat: Halte es einfach. Verwende nur die Cookies, die du wirklich brauchst. Google Analytics für den Anfang reicht völlig. Jedes zusätzliche Tool macht den Cookie-Banner komplizierter und die Rechtslage unsicherer.

Eine professionelle Website hat alle nötigen Angaben, ohne überladen zu wirken. Das ist eine Frage der Gestaltung, nicht der Rechtslage. Bei portawerk.de verzichten wir dank des selbst gehosteten Analyse-Tools Umami auf Cookie-Banner und bleiben dabei vollständig DSGVO-konform. So bist du von Anfang an auf der sicheren Seite und kannst dich ganz auf dein Handwerk konzentrieren. Sprich uns an für deine rechtssichere Website!

Häufige Fragen

Braucht jede Handwerker-Website ein Impressum?
Ja, jede gewerbliche Website braucht ein vollständiges Impressum. Das gilt auch für kleine Handwerksbetriebe ohne Ausnahme.
Muss ich als Handwerker Brutto- oder Nettopreise auf der Website zeigen?
Das hängt von deinen Kunden ab. Arbeitest du hauptsächlich mit Privatleuten, müssen Bruttopreise hin. Bei überwiegend gewerblichen Kunden kannst du Nettopreise plus MwSt. angeben.
Reicht ein einfacher Cookie-Banner oder brauche ich mehr?
Der Banner muss rechtlich korrekt sein: Ablehnen und Akzeptieren gleichberechtigt. Am besten nur notwendige Cookies verwenden, dann bleibt es einfach.
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